INNER WORK
Yoga ◆ Meditation ◆ Persönlichkeitsreifung

ASANA (Körperübung) – PRANAYAMA (Atemtechnik) - DHYANA (Meditation)

Die am häufigsten außerhalb Indiens angewandte Yoga-Form ist das Hatha-Yoga, eine körperorientierte Variante, die meist Asanas, Pranayama und Dhyana beinhaltet. Die unterschiedlichen Körperhaltungen, die Atemübungen und die Meditation dienen dazu, den psychischen und physischen Zustand in Einklang zu bringen. Zunächst wird der Körper entspannt, bevor die fünf Sinne kontrolliert und die mentale Aktivität reduziert werden. Vor diesem Hintergrund wird Yoga den sogenannten mind-body interventions zugeordnet, das physiologische Zustände, Emotionen, Gedanken und Einstellungen beeinflusst.

Durch die altindische Körperkunst werden Körper, Geist und Seele in ihrem harmonischen Zusammenspiel erfahren.

Persönlichkeitsreifung

im Einklang von

Körper | Geist | Seele

'Der achtgliedrige Pfad'

des Yoga nach Patanjali.

Potenzialentfaltung in Verbindung
mit der inneren Weisheit.

Entwicklungsstufen des Selbst
Robert Kegan

PURUSHA YOGA

PERSÖNLICHKEITSFEIFUNG

 

Der Begriff Purusha stammt aus dem Sanskritk und bedeutet Bewusstsein. Purusha Yoga wird als bewusste Körperarbeit verstanden, welche die menschliche Gesundheit und Potenzialentfaltung fördert. Das Ziel ist, durch Schulung des Bewusstseins, psychische Blockanden und Traumata abzubauen und verschüttetes Potenzial freizulegen. Dies lässt uns die Fähigkeit entwickeln, aktiv ein gesundes Leben zu gestalten. Potenzialentfaltung durch Yoga ist eine sehr respektvolle, sanfte Form des Yoga, welches als Körper-Therapieform Anwendung findet. Persönlichkeitsreifung durch Körperarbeit ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Wachstum fördert. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Heilungsprozesse angestoßen. Purusha Yoga hilft, wieder ins Spüren zu kommen, den Körper wahrzunehmen, belastende Gefühle abzubauen, im Hier und Jetzt anzukommen und sein Leben bewusst zu gestalten.

Ziele

  • Spannungszustände im Körper abbauen / Stressreduktion

  • sich im eigenen Körper wohlfühlen / zur Ruhe kommen

  • Entspannungsmomente / Momente der Ganzheitlichkeit erleben

  • Ressourcen / Resilienz aufbauen

  • Affekt-, Selbstregulation und Kontrolle verbessern

  • versteifte Haltungs- und Bewegungsmuster verändern

  • in der Gegenwart bleiben

  • Denkmuster erkennen

  • Selbstkonzept und Konstruktionen lösen

Buchempfehlung hier.

Artikel David Emerson hier.

 
 

YOGA

ASHTANGA VINYASA YOGA

Ashtanga Vinyasa Yoga ist eine dynamische und körperlich auch fordernde Yogaform, bei der die Asanas (Körperhaltungen) durch einen bestimmten Ablauf (Serie) verbunden werden. So wird gleichermaßen die Entwicklung von Kraft und Dehnung im Körper gefördert. Die Bewegungen werden in Koordination mit der Atmung ausgeführt, die Positionen jeweils fünf Atemzüge lang gehalten. Dabei kommt der Geist auf wundervolle Art und Weise zur Ruhe und man lernt immer wieder aufs Neue, in dem Gewöhnlichen das Außergewöhnliche zu entdecken.

Durch eine einseitige Belastung ist es oft schwer, im Alltag zur eigenen Mitte zu finden. Ashtanga Yoga bietet die Möglichkeit, um eine Veränderung im Alltag zu verwirklichen. Man lernt dabei, aus der Mitte zu handeln und zu leben. Diese Yoga-Art ist ein großartiges Werkzeug, um den physischen, mentalen und spirituellen Körper zu zentrieren und in Balance zu halten.

Ashtanga, wörtlich übersetzt mit 'der achtgliedrige Weg' des Yoga nach Patanjali, lehrt die acht Stufen des Yoga. Dieser Pfad stellt eine Art Orientierung zur Überwindung der Hindernisse (Kleshas) dar, die den Geist immer wieder aus der Ruhe bringen und damit letztlich zu Leid führen. Jedes dieser acht Glieder besteht aus einer Reihe konkreter, praktischer und auch heute noch sehr lebensnaher Vorgehens- und Verhaltensweisen. Sie bedingen einander, bauen aufeinander auf, ergänzen sich und bilden eine Einheit. Die ersten fünf Glieder (Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratayahara) werden auch als Kriya Yoga (praktischer Yoga) bezeichnet und die letzten drei (Dharana, Dhyana, Samadhi) als Raja Yoga (königlicher Yoga).

Der achtgliedrige Pfad

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt
2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
3. Asanas – der Umgang mit dem Körper
4. Pranayama – der Umgang mit dem Atem
5. Pratyahara – der Umgang mit den Sinnen

6. Dharana – Konzentration
7. Dhyana – Meditation
8. Samadhi – das Höchste: die innere Freiheit

 

Unsere Yogapraxis sollte drei Qualitäten aufweisen: Klärung von Körper und Geist, Selbstreflexion und Akzeptanz der eigenen Grenzen. Durch diese Qualitäten verringern wir die Kräfte in uns, die Leid verursachen und die uns hindern, klare Bewusstheit zu erlangen.'

Patanjali, Sutra

MEDITATION

VIPASSANA | ZAZEN | CHAKRA KUNDALINI | TANTRA | TAO | SUFI CIRCLING | KRIYA | MINDFULNESS|MANTRA

Meditation ist eine grundlegende spirituelle Praxis, um Gedanken zu beruhigen und mit unserem tieferen Selbst in Kontakt zu treten. Meditation ermöglicht uns erdachte Konstrukte wahrzunehmen und dahinter zu schauen. Es ist ein waches Zuhören in Verbundenheit mit dem höheren Bewusstsein. Meditation verbessert unsere Einsicht, enthüllt unsere wahre Natur und bringt unseren inneren Frieden, in dem wir uns von Vorstellungen und Erwartungen lösen. 

“Meditation is the discovery that the point of life is always arrived at in the immediate moment. And therefore, if you meditate for an ulterior motive — that is to say, to improve your mind, to improve your character, to be more efficient in life — you’ve got your eye on the future and you are not meditating!”

Alan Watts

 
Lass die Seele tanzen.jpg

PERSÖNLICHKEITSREIFUNG

ENTWICKLUNGSSTUFEN DES SELBST -  Robert Kegan​

Robert Kegan schuf mit „Entwicklungsstufen des Selbst“ eine Entwicklungstheorie, die uns erlaubt, die Phasen des Wachstumsprozesses besser zu erkennen – und die Chancen, die sich daraus ergeben. Im Zentrum steht die Frage, wie der Mensch Bedeutung bildet. Der Harvard-Psychologe versteht die Entwicklung vom Säugling bis zum reifen Erwachsenen als einen Prozess, der zwischen zwei Polen hin- und herpendelt: zwischen dem Drang zur Unabhängigkeit und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Der Antrieb, die Energie stammt aus dem Subjekt selbst, das ähnlich einer Rakete immer wieder Teile abstößt und zum Objekt werden lässt. Auf jeder Stufe dieses «Subjekt-Objekt-Gleichgewichts» werden die Gleich-gewichtsverhältnisse neu organisiert und Konflikte produktiver bewältigt als zuvor.

Kegan nennt sechs Entwicklungsstufen: Das Baby (Stufe 0) ist ganz Subjekt, alles einver-leibend, empfindet alles als Selbst und hat noch kein Objekt. Wenn es anfängt, seine Reflexe aus dem Subjekt herauszulösen und sie als Objekt zu behandeln, entsteht ein neues Subjekt aus Impulsen und Wahrnehmungen. Von Stufe zu Stufe werden weitere Teile des Selbst herausgelöst und so zum beziehungsfähigen Objekt. Der Mensch wird dadurch nicht «ärmer», sondern gewinnt zunehmend an Autonomie und gleichzeitig an Beziehungsfähigkeit. Die fünfte Stufe akzeptiert und kultiviert die Fähigkeit zur interdependenten Selbstbestimmung.