Listen to the surface for a deep dive. Iceberg Theory - Add on

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Eine Einladung den Blick zu weiten & hinzuhören | hinzuschauen | hinzuspüren.

Dem Eisbergmodell nach Freud liegt das Prinzip zugrunde, dass nur ein kleiner Teil (ca. 20%) über der Wasseroberfläche sichtbar ist und der Rest (80%) unter der Wasseroberfläche verborgen liegt. Freud hat damit das menschliche Bewusstsein in Ebenen unterteilt. Sichtbar über der Wasseroberfläche ist demnach alles Bewusste angesiedelt, dem das rationale Verhalten zugewiesen wird. Unter der Wasseroberfläche sind die vorbewusste (persönliche Erfahrungen, Ängste) und die unbewusste (Triebe, Instinkte, Traumata) Ebene angesiedelt. Man könnte auch sagen, oberhalb der Wasseroberfläche ist der Verstand (Kopf) und unterhalb das Gefühl (Herz/Bauch) verortet.


Weiten wir den Blick, können wir das Wasser sowie die Wasseroberfläche wahrnehmen.

Die Wasseroberfläche hat bei Freud eine Art Schutzfunktion für die Persönlichkeit, die dafür sorgt, dass nur das bewusst ist, was wir kontrollieren bzw. bewältigen können.


Unter der Wasseroberfläche ist die vorbewusste und unbewusste Ebene, die durch das Wasser getragen wird. Wir nehmen einen weiteren Gedanken mit und stellen uns vor, dass alle im Wasser treibenden Eisberge durch das Wasser miteinander verbunden sind und durch dieses gehalten/getragen werden.

Nehmen wir die Wasseroberfläche nun in den Blick. Hier die Einladung: hinzuhören | hinzuschauen | hinzuspüren. Wollen wir uns das Unbewusste bewusst machen, Verhaltens- und Denkmuster verändern, ein zufriedenes, erfolgreiches und gesundes Leben führen, ist das, was auf der Wasseroberfläche schwimmt, die Einladung dazu (siehe Bild unten). Alles was wir für Bewusstseinsentfaltung und Persönlichkeitsreifung brauchen ist da, weil wir es im Jetzt durch Achtsamkeit wahrnehmen können. Bewusst erlebte geistig-psychische Zustände sind aufs Engste miteinander zusammenhängen. Unbewussten Prozessen geht bewusst Erlebtes in bestimmter Weise voraus. Unbewusstes haben wir zuvor mindestens einmal bewusst erlebt/erspürt.


Was brauchen wir für den Prozess der Bewusstwerdung:


- Freundlichkeit und Mitgefühl mit der Erfahrung

- radikale Ehrlichkeit mit der Erfahrung

- radikale Akzeptanz mit der Erfahrung

- Achtsamkeit

- Vertrauen

- starken Willen


Mindfulness, Körperarbeit (Yoga etc.), Meditation, Circling, Atemübungen usw. sind Praktiken die helfen Bewusstsein zu schulen, abgespaltene Gefühle zu integrieren und Unbewusstes zu transformieren. Wollen wir Selbstverantwortung und Selbstorganisation in Unternehmen leben, neue Organisationsformen (Living Organisation) einführen, in unser Potenzial kommen, uns nicht mehr von unbewussten Denk- und Verhaltensmuster leiten lassen, sind wir eingeladen uns im Bewusstsein zu üben.


Veränderung beginnt mit der bewussten Entscheidung negative Gedanken, Emotionen, Verhaltensmuster und negative innere Monologe, Vermeidungsstrategien, Angst, psychische und körperliche Schmerzen, Herausforderungen in Beziehungen und Begrenztheiten anzugehen und nicht als gegeben hinzunehmen.


Die Metapher der Verbundenheit der Eisberge durch das Wasser, nehmen ich gerne nochmals auf. Wir existieren unabhängig in Verbundenheit miteinander. Eingefahrene Verhaltens- und Denkmuster vordern uns alle heraus. Authentische Beziehungen sowie ein wohlwollendes Miteinander sind weitere Möglichkeit, sich gegenseitig Lehrer und Lernender zu sein. Unterstützen können dabei Coaches, Psychotherapeuten, Mentoren usw. Nehmen wir die Achtsamkeitspraxis in den Alltag, lädt uns jede zwischenmenschliche Begegnung ein hinzuhören | hinzuschauen | hinzuspüren. Besonders dann, wenn Menschen uns irritieren und aufregen :)





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#mindful

#yoga

#coaching